Meine kleine Europareise

19/07/2010 § 2 Kommentare

Besuch in der alten Heimat! Klar, dass da ein Maultäschle in der ‚Alten Kanzlei‘ fällig war! 😉 Das WM-Desaster aus deutscher Sicht habe ich – auch ganz klar! – beim Alex im ‚Timbales‘ genossen. Und nett schwäbisch nachbarschaftlich wurde ein Abend genussvoll im ‚La Romantica‘ am Kräherwald verbracht. Trotz Zahnarztbesuch bin ich nicht verhungert, wie man sieht! 😉

Auf dem Weg zu den Eltern ein bayrisches Schmankerl am Chiemsee, mitten im wunderschönen Malerwinkel: Tafelspitz-Sülze, Obatzter, Forelle, geräuchertes Hühnchen mit passendem Drumherum … genial! 🙂

Die kulinarische Krönung dann in Wien und Klosterneuburg: Artischocken-Panna Cotta (Leopoldmuseum), Milchkaffee, Soda Citron (7. Bezirk), Tafelspitz (Kahlenberg) und Caprese mit Kürbiskernöl (Esslmuseum).

Back home in Berlin gab es dann, nach Behebung einiger Abwesenheitsschäden ‚Maultaschen Caprese‘ mit Salat-Bouquet an Kürbiskernöl (natürlich aus Kahlenberg)! Garantiert homemade!  Ist auch mal wieder schön! 🙂

Hergottsbscheißerle

03/04/2010 § 2 Kommentare

 

 

Auch in Berlin kann man ganz besonders gute Maultaschen bekommen. Der Wochenmarkt auf dem Winterfeldplatz macht es möglich. Also hab‘ ich mich heute ins vorösterliche Getümmel gestürzt und am frühen Morgen (für mich war es jedenfalls früh 😉 ) diese Köstlichkeiten erstanden. Mit schwäbischem Kartoffelsalat und frischem  Feldsalat garniert und mit ein bißchen Rührei ‚zugedeckt‘ ist das ‚Versteckeles-Spiel‘ gelungen – mehr verrate ich nicht. Oder hat sie schon jemand entdeckt? 😉

Von Nebel in den Nebel

22/11/2009 § 12 Kommentare

… mit Stopover in Berlin. Das Wetter meint es nicht unbedingt gut mit mir in der letzten Zeit. Vor ein paar Tagen noch war ich in Nebel auf Amrum (so heißt ein Dorf dort)  An der Nordsee war ich ja eingestellt auf schlechtes Wetter, am Bodensee offensichtlich nicht  so ganz – obwohl das um dieses Jahreszeit auch ganz normal ist. Aber wir hatten an diesem Wochenende wirklich punktgenau getroffen … 😦

Am Freitagmorgen landeten wir aus dem Sonnenschein direkt im Bodenseenebel in Friedrichshafen, überquerten den See mit dem Katamaran, ohne überhaupt irgendwo das Ufer zu erkennen, verbrachten bis heute die Zeit im Nebel am schönen See, um bei sternenklarem Himmel gen Abend von dort wieder abzuheben. Ich schätze mal: Morgen scheint die Sonne am Bodensee 😉

Wir nahmen es gelassen … schließlich erwartete uns ein schönes Fest, dies war so gelungen daß wir den Nebel bis auf An- und Rückreise nicht mehr bemerkten. Die Anreise verschönte ich mir mit einer echten ‚Konstanzer Roten‘  🙂

Es ist gefühlte 100 Jahre her, daß ich diese köstliche Grillwurst vertilgte … und nachdem ich mit der Berliner Currywurst nicht so wirklich klarkomme, war es mal wieder ein Hochgenuß, badisches Streetfood zu genießen.

Heute nun Rückreise, der Nebel war nicht wirklich einladend, sodaß wir – wie insgeheim vorgestellt – noch eine schöne Wanderung am See hätten genießen können. Also entschieden wir uns, nach dem Besuch des sehr sehenswerten Zeppelin-Museum in Friedrichshafen, für ein vorzeitiges Eintreffen am Flughafen. Dort gibt es eine schöne kleine Gaststätte mit Bar, zwar mit Selbstbedienung. Da aber nicht viel los war, bekamen wir unsere Kässpätzle und Maultaschen doch an den Tisch serviert. Und während wir schlotternde Gran-Canaria-Passagiere auf dem Rollfeld beobachteten, schmausten wir schwäbische Spezialitäten.

Schön angerichtet und auch schmackhaft. Am kleinen Airport Friedrichshafen, der eine große Geschichte hat durch den Zeppelin, kann man also durchaus gediegen einkehren und sich angenehm die Zeit vertreiben … auch bei Nebel 😉

Saltimbocca vom Maultäschle

04/06/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Saltimbocca vom Maultäschle

 

Zu 90ig Prozent schaffen wir es immer, daran zu denken die Maultaschen noch vor Abreise kurzfristig aus dem Kühlschrank zu holen – die letzten 10 Prozent bleiben halt liegen …

Da mein Gefrierschrank genauso wie alle anderen Zimmer und Möbel derzeit dem ‚Ausmistfaktor‘ unterliegen, waren heute die ‚liegengebliebenen‘ Maultaschen dran. Gemüsemaultaschen mag ich nicht wirklich – ich finde sie einwenig fad …

… aber das kann man ja ändern! Glücklicherweise fand sich noch eine schöne kräftige Fleischbrühe im gleichen Kühlfach – Produkt einer meiner etwas größeren Aktionen, weil Suppe geht immer!

Die Fleischbrühe wurde aufgetaut, die tiefgefrorenen Gemüsemaultaschen durften ca. 15 Minuten darin siedend baden, dann wurden sie in geraspeltem Parmesan gewendet, mit Parmaschinken ummantelt und bekamen ein frisch geerntetes Salbeiblatt gespickt. Dann nochmals in Parmesanraspeln gewendet und in etwas Olivenöl in der Pfanne knusprig gebraten, kurz aus der Pfanne genommen – etwas Weisswein und Zitrone an den Bratensatz, alles eingeköchelt mit 1 Stück kalter Butter gebunden, sodaß eine etwas träge Soße entsteht.

Dazu ein frischer Salat und schon sind Gemüsemaultaschen nicht mehr fad! 🙂

Gebratener Maultaschensalat

11/02/2009 § Ein Kommentar

  

maultaschen-gebraten1

 

Dies ist ein „Auftragsessen“  – in Auftrag gegeben von einem lieben Menschen, der in der Ferne weilt und unter ‚Brötchen – und Maultaschen-Mangel‘  leidet. Zu seinem heutigen besonderen Tag, haben wir diesen Auftrag natürlich gerne ausgeführt. 🙂

Zugegeben, die Maultaschen habe ich nicht selbst hergestellt, aber höchst selbst bei einem sehr guten Metzger eingekauft. Da die Dinger handgemacht sind und sie deshalb ständig nur in geringer Auflage vorhanden sind, ist es schon auch ein Glück, wenn man welche ergattern kann. Und für so Tage, wie heute an dem keiner richtig Zeit hat, ist es geradezu genial, um sich eine schnelle und äußerst leckere Mahlzeit herzustellen, vorallem wenn man nicht gleichzeitig am Mittagstisch eintrifft. Diese handgemachten Maultaschen sind ziemlich groß, man benötigt wirklich nur eine um pappsatt zu werden. Die „industriellen“ sind kleiner, trotzdem auch sehr gut – hier braucht man dann aber schon zwei Stück pro Person. Und Leute, die ansonsten Steak-Esser sind, brauchen vielleicht drei oder vier … 😉

Die Maultaschen in Scheiben schneiden, eine kleine Zwiebel halbieren und in Streifen schneiden. Beides zusammen mit ein bißchen Butter in der Pfanne bräunen und gut durchgaren. Zwischenzeitlich ein paar Salatblätter, Tomaten und was man sonst noch so im Gemüsefach des Kühlschranks findet zu einem Salat bereiten. 1 Ei mit etwas Sahne, Salz und Pfeffer oder frischer, kleingeschnittener Chilli-Schote verrühren und über die gebräunten Maultaschenstreifen gießen. Ein paar mal wenden und alles zusammen zum Salat geben.

Schwäbischer geht’s nicht mehr … 😉 Guten Appetit! 🙂

 

  

Knödel

14/01/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Zutaten:

alte Semmeln, übrig gebliebenes Weißbrot würfeln,
Milch
Salz, Pfeffer
angeschwitzte Zwiebel
angebratene Speckwürfel
Ei
Mehl oder Gries
gehackte Petersilie

Schnittlauchröllchen

Zubereitung:

Gewürfeltes Weißbrot mit etwas heißer Milch übergießen, abdecken und ein Weilchen stehen lassen. Dann die restlichen Zutaten hinzufügen und einen konsistenten Teig herstellen, aus dem man problemlos mit feuchten Händen Knödel formen kann.

Diese im siedenden Salzwasser ca. 15 bis 20 Minuten garen, dabei immer mal wieder mit dem Kochlöffel wenden, oder aber im Dampftopf, oder Dampfgarer entsprechend fertigstellen.

Die Knödel entweder sofort in eine selbst hergestellte Fleischbrühe legen und erhitzen, oder aber eingeschweißt einfrieren und bei Bedarf in die Suppe legen. Ganz herrlich, wenn man spontan Lust auf was Deftiges hat, vielleicht weil es gerade kalt und ungemütlich ist  …

Die Schnittlauchröllchen, egal ob eingeforen oder frisch,  in den Teller geben, den Knödel und die Brühe darüber und die Seele ist erwärmt! 🙂

Auf die Idee, das mal zu veröffentlichen, kam ich durch die überaus witzige Diskussion zweier bekannter Chefköche, wie man hier nachlesen kann.  Ob nun Maultaschen oder Knödel, letztendlich ist beides eine Verwertungsaktion. Für meinen Pinzgauer Großvater waren die Knödel Gesetz und Gebetbuch zugleich, er verspeiste sie vollmundig in allen möglichen Variationen, ob in der Suppe, zum Braten oder als Salat … und wenn ich mir das so in Erinnerung rufe, dann ist ein „Knödelcarpaccio an Échalotte mit Balsamico“ für mich kein kulinarisches Weltwunder  – sondern eine ganz normale Kindheitserfahrung, wenn ich beim Opa mal stiebitzen durfte! 😉

Jetzt wünsche ich mir zum Geburtstag eine Nudelmaschine, und weiß nicht wirklich ob das nun überflüssiger Krampf ist und unnötig Küchenschränke verstopft, oder ob man tatsächlich damit einen Maultaschenteig herstellen kann, durch den man problemlos Zeitung lesen kann – so jedenfalls hat mir meine urschwäbische Nachbarin das erklärt. Es wäre schon ein reizvoller Luxus, sich selbst Nudelteig herzustellen … denn dann ist der Weg auch nicht weit, endlich mal „Agnolotti a la l’Bunet“ auszuprobieren. DAS wäre ein bißchen Urlaub zwischendrin … 🙂

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