Saumoasn

09/10/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich war mal eben kurz in einer meiner wichtigsten Heimaten – und wie immer gehe ich kurz vor der Abreise dort einkaufen, damit das Leben im fast fremden Preußen gelingt! ‚Dir entgeht aber auch nichts Neues an dieser Theke ….‘ sagt meine Beleiterin. 😉

‚Saumoasn‘ – was ist das? Geselchtes Schweinefleisch durch den Wolf gedreht und mit Hilfe von Schweinenetz zu Knödeln geformt – so drücke ich es aus … ? Sie dürfen wie ‚echte‘ Knödel ca. 20 bis 30 Minuten im siedenden Wasser vor sich hin garen – naja, und dann könnte man natürlich kreativ werden. Wir hatten schlichtweg keine Zeit und folgten der einfachsten Variante, die mit Hausmacher-Sauerkraut und Erdäpfeln auch schon ziemlich lecker war …

Vom Geschmack her möchte ich aber behaupten: hat diese Variante ein ziemlich gutes Potential! 🙂

Wies’n

30/09/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Für mich als Münchnerin gibt’s zur Wies’n Zeit wenigstens einmal ‚an richtign Schweinsbroatn‘ mit Kraut. Und heute ist mir sogar die Kruste mal gut gelungen. Im Pinzgau sagt man auch Erdäpfelbratl dazu, weil man Kartoffeln und Zwiebeln in der restlichen Garzeit mitbrät.

Das Bratenstück wird mit der Schwarte zuerst in kochendes Wasser gelegt und sollte dort ungefähr 10 Minuten ziehen. Danach kann man die Schwarte, am besten mit einem Teppichmesser, einritzen. Den Braten und die eingeritzte Schwarte mit zerdrücktem Knoblauch, Kümmel und Salz einreiben, von allen Seiten scharf, in Schmalz anbraten, mit Wasser oder Brühe angießen und ca. 1,5 bis 2 Stunden bei 150° im Backofen garen. Ca eine 3/4 Stunde vorher ganze Zwiebeln und geviertelte Kartoffeln dazugeben.

Inzwischen wurden fein gewürfelte Zwiebeln in Schmalz angebraten, das Kraut dazugegeben und ebenfalls mit Brühe oder Wasser angegossen. Mit Kümmel, Salz und Pfeffer, Lorbeerblatt und Wachholderbeeren würzen und langsam weich kochen. Zum Schluss eine Kartoffel schälen und fein ins Kraut reiben.

Man kann frische Knödel dazu machen oder aber eingefrorene Knödel, 1/2 Stunde vor Garende, auf das Kraut legen – geht auch. Knödel oder Knödelbrot hab‘ ich meist im Freezer, weil nach jedem Besuch irgendwelche Semmeln immer übrigbleiben.

Den Bratensatz binde ich mit Stärke und/oder Mehl und verfeinere die Soße meist mit Dunkelbier. Heute hatte ich kein Dunkelbier, deshalb verwendete ich ein bißchen süße Sahne.

Das Ganze ist ein ziemliches Kalorien-Spektakel – muß aber, sonst schmeckt’s nicht. 🙂

Endivien-Kartoffel-Salat mit Speckknödelsuppe

30/01/2010 § 7 Kommentare

 

Immer wenn bei mir Semmeln übrig bleiben, dann würfele ich sie am nächsten Tag zu Knödelbrot und friere diese ein. Dadurch erspart man sich das kurze Antrocknen oder, wie die Österreicher sagen das ‚bähen‘ im Ofen. So kann man immer mal wieder einen Knödel zaubern, ohne große Vorbereitungen.

Das Semmelbrot lasse ich entweder auftauen oder übergieße es gleich mit etwas kochendem Wasser und lasse es abgedeckt durchziehen. Zwischenzeitlich werden fein gewürfelte Zwiebeln und Speck in einer Pfanne geröstet und dann mit Eiern, Petersilie, etwas Mehl, Salz und Pfeffer zum inzwischen aufgeweichten Semmelbrot gegeben. Den Bodensatz in der Pfanne mit einem Spritzer Essig ablöschen und für die Salatmarinade aufheben.

Den Knödelteig gut durchmengen und ziehen lassen. Inzwischen eine Boullion oder heißes Wasser aufsetzen. Falls der Knödelteig zu weich ist, mit etwas Semmelbrösel festigen. Dann feste Knödel formen und in das leicht sprudelnde Salzwasser oder die Boullion geben. Die Temperatur soweit herunterregeln, daß die Knödel leicht sieden. Ab und zu mit dem Kochlöffel bewegen, sodaß die Knödel gleichmäßig gar werden.

 

Für den Endivien-Kartoffel-Salat mit Speckaroma benötigt man sehr gute Salatkartoffeln, eine weiße Zwiebel, Senf, Salz, Pfeffer, etwas Zucker, den Essig mit abgelöschtem Bratensatz der Speckwürfel und ein neutrales Öl. Ich mische Essig und Öl im Verhältnis 1:3. Die Marinade gut verrühren, sodaß sie etwas cremig wird. Kartoffeln und Zwiebeln darin ziehen lassen und kurz vor dem Servieren die frisch geschnittenen Endiviensalatstreifen darunter ziehen.

Wenn die Knödel gar sind, Schnittlauchröllchen in den Tellern verteilen, Knödel dazu geben und mit heißer Boullion übergießen.

Dieses Essen gab es früher bei meiner Pinzgauer Oma, wenn die Pensionsgäste mal wieder zuviele Semmeln übrig ließen. Es war immer wunderbar wärmend, wenn wir vorallem im Winter aus dem Schnee oder vom Skifahren kamen. Satt, warm und lecker … 🙂

Kaspressknödel

29/09/2009 § 7 Kommentare

 

Kaspressknödel 0909

 

Es ist soweit, die Kaspressknödel-Saison hat wieder begonnen. Es nieselt, es ist kalt und der Besuch wieder in den wärmeren Süden entschwunden. Übrig blieben, wie meistens ein paar Brötchen von gestern oder vorgestern. Die wurden gewürfelt, ein Stück Käse (hier war es Butterkäse) ebenso,  ansonsten ist Bergkäse sehr zu empfehlen, weil es herzhafter schmeckt.

Da mein Zwiebelvorrat aufgebraucht ist, wurden die letzten Frühlingszwiebeln verarbeitet, 2 Eier mit etwas Sahne verquirlt und Petersilie fein gehackt. Die Weißbrotwürfel mit etwas heißer Milch oder Wasser abgedeckt durchziehen lassen, dann mit den Zutaten vermischen, salzen und Pfeffern und diesen Knödelteig ca. 20 Minuten stehen lassen.

Knödel formen in der Pfanne bei mittlerer Temperatur langsam ausbacken und währrenddessen die Knödel langsam und vorsichtig flach pressen, auf Küchenpapier legen und abkühlen lassen. Hühnerbrühe im Topf erhitzen, Schnittlauchröllchen in tiefen Tellern verteilen, Kaspressknödel einlegen und mit heißer Brühe übergießen.

Den Rest friere ich immer paarweise ein, er dient zusammen mit der Hühnerbrühe oft als First Aid, wenn wir an ungemütlichen, kalten Tagen nachhause kommen und keine Lust mehr zum Kochen haben.

Das Gericht kommt aus dem Pinzgau, im Salzburgischen fügt man auch noch gekochte, gewürfelte Kartoffeln bei. Eigentlich ist das Ganze eine Resteverwertung, aber ein sehr schmackhafte … 🙂

Weisswurs’ch’t – Knödel gebraten mit Weisskrautsalat

20/03/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

 

weisswurstknodel

Mal wieder Single-Küche angesagt, daß hieß Kühl- und Gefrierschrank durchforsten, was noch so vorhanden ist. Und siehe da, fanden sich doch restliche Weisswurs’ch’t-Knödel-Scheiben von einem vergangenen Festmahl im Gefrierschrank. Weisskohl, Staudensellerie, Radieschen-Sprossen, rote Zwiebel und grüne Chilli waren im Gemüsefach auffindbar und scharfer und süßer Senf eine Etage höher.

Mal kurz bei Schuhbeck nachgeschaut und dann drauf los ‚gebastelt‘ 😉

Der Weisskrautsalat bekam eine Weisswein-Essig-Marinade mit Kümmelsamen und Cayenne. Die Weisswurs’ch’t-Knödelscheiben wurden aufgetaut und dann in Butterschmalz goldbraun gebacken. Und aus etwas Brühe, süßer Sahne, scharfem und süßem Senf wurde eine Soße hergestellt. Ich hab‘ noch etwas nachgesalzen und nachgepfeffert, sonst wäre sie mir zu süß gewesen.

Ergab alles in allem ein gelungenes Mittagessen. Ich stelle fest, daß die gebratenen Weisswurs’ch’t – Scheiben fast noch besser schmecken, als in der Serviettenknödel-Variation. Vielleicht sollte ich das Herrn Schuhbeck mal schreiben? 😉

 

 

Knödel

14/01/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Zutaten:

alte Semmeln, übrig gebliebenes Weißbrot würfeln,
Milch
Salz, Pfeffer
angeschwitzte Zwiebel
angebratene Speckwürfel
Ei
Mehl oder Gries
gehackte Petersilie

Schnittlauchröllchen

Zubereitung:

Gewürfeltes Weißbrot mit etwas heißer Milch übergießen, abdecken und ein Weilchen stehen lassen. Dann die restlichen Zutaten hinzufügen und einen konsistenten Teig herstellen, aus dem man problemlos mit feuchten Händen Knödel formen kann.

Diese im siedenden Salzwasser ca. 15 bis 20 Minuten garen, dabei immer mal wieder mit dem Kochlöffel wenden, oder aber im Dampftopf, oder Dampfgarer entsprechend fertigstellen.

Die Knödel entweder sofort in eine selbst hergestellte Fleischbrühe legen und erhitzen, oder aber eingeschweißt einfrieren und bei Bedarf in die Suppe legen. Ganz herrlich, wenn man spontan Lust auf was Deftiges hat, vielleicht weil es gerade kalt und ungemütlich ist  …

Die Schnittlauchröllchen, egal ob eingeforen oder frisch,  in den Teller geben, den Knödel und die Brühe darüber und die Seele ist erwärmt! 🙂

Auf die Idee, das mal zu veröffentlichen, kam ich durch die überaus witzige Diskussion zweier bekannter Chefköche, wie man hier nachlesen kann.  Ob nun Maultaschen oder Knödel, letztendlich ist beides eine Verwertungsaktion. Für meinen Pinzgauer Großvater waren die Knödel Gesetz und Gebetbuch zugleich, er verspeiste sie vollmundig in allen möglichen Variationen, ob in der Suppe, zum Braten oder als Salat … und wenn ich mir das so in Erinnerung rufe, dann ist ein „Knödelcarpaccio an Échalotte mit Balsamico“ für mich kein kulinarisches Weltwunder  – sondern eine ganz normale Kindheitserfahrung, wenn ich beim Opa mal stiebitzen durfte! 😉

Jetzt wünsche ich mir zum Geburtstag eine Nudelmaschine, und weiß nicht wirklich ob das nun überflüssiger Krampf ist und unnötig Küchenschränke verstopft, oder ob man tatsächlich damit einen Maultaschenteig herstellen kann, durch den man problemlos Zeitung lesen kann – so jedenfalls hat mir meine urschwäbische Nachbarin das erklärt. Es wäre schon ein reizvoller Luxus, sich selbst Nudelteig herzustellen … denn dann ist der Weg auch nicht weit, endlich mal „Agnolotti a la l’Bunet“ auszuprobieren. DAS wäre ein bißchen Urlaub zwischendrin … 🙂

Weisswurscht …

04/12/2008 § Hinterlasse einen Kommentar

 

weisswurscht

Beim letzten Weisswurs’ch’t-Essen blieb ein Paar dieser bayrischen Köstlichkeit übrig! Wegwerfen oder kreativ werden? Ich entschied mich für letztere Variante. Und diese ist ebenfalls köstlich und ganz einfach:

Erstmal nachgeschaut, was an Brez’n, Semmeln & Co noch übrig war, und siehe da ich fand auch noch ein Mohnbrötchen. Mohn und Weisswurscht? Naja, aber probieren geht über studieren. Man stellt also einen ordinären Semmelknödelteig her, aus den vorhandenen Materialien, schält die übrig gebliebene Weisswurs’ch’t aus der Pelle, schneidet sie in Würfel und mengt sie dem Semmelknödelteig unter. Die Weischwurs’ch’tsemmelknödelmasse erst in Frischhaltefolie, dann in Alufolie zu Rollen formen und ca. 20 Minuten im Wasserbad ziehen lassen.

Und dann sieht das so aus:

 

 

weisswurscht-cuci1

 

Mohn und Weisswurs’ch’t stören sich geschmacklich überhaupt nicht – im Gegenteil! Das Ganze war durchaus

Lecker! 🙂

 

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