Yucca, Spätzle und Müll

22/06/2009 § Ein Kommentar

Yucca-1

Vor ca. 12 Jahren brachte mir eine Freundin einen Ableger vorbei … und jetzt blüht sie … die Yucca oder Palmlilie, wie man sie auch nennt. Mit Palme hat das wenig zu tun, denn diese Pflanze gehört zur Gattung der Agaven. Wunderbar blüht sie und das ohne je Dünger bekommen zu haben. Nur Zeit hat sie gebraucht …

… aber wer hat heute schon Zeit? Während der Yucca-Blüte beschäftigt mich weiterhin der materielle „Rückbau“ eines 28ig-jährigen Familienlebens und die Entsorgung erfordert nicht nur täglich hunderte von Entscheidungen, sondern tägliche Frustrationstoleranz was die Müll-Trennung betrifft.

Es würde mich mal interessieren, wie Herr Trittin, der als Erfinder des Dosenpfand’s und somit der bürokratisierten Entsorgungswirtschaft gilt, solche Probleme in seinem Privatleben organisiert? Der Verantwortung einer Familie hat er sich im bürgerlichen Sinne, die ihn Politiker werden lies, nie gestellt. Als Student hat er uns Mitstudenten mit Flugblättern zugemüllt, sodaß die Dozenten kein Papier mehr für Skript und Reader hatten. Mit seinen Theorien untermauert er felsenfest von sich selbst überzeugt, seine Spitzenkandidatur, prahlt per Understatement mit ‚Leben in Pankow‘ und futtert sich am Prenzelberg lobbyistisch satt – verhungert sieht er nicht aus.

Die Realität für Bürger sieht so aus: Restmüll, Gelber Sack, Altpapier, Biotonne, Grünmüll, Chemikalien, Autoreifen …. etc. – und all‘ das sortiert der ‚brave‘ Bürger nach Feierabend in einzelne Säcke, Kästen oder Tonnen!  Warum werden hier eigentlich keine Arbeitsplätze geschaffen? Wieviel Last soll der Bürger, der ohnehin schon hohe Gebühren für die Abfallwirtschaft bezahlt, noch tragen? Wer wundert sich noch über Kühlschränke im Wald? Keine Angst, ich habe alles sorgfältig angemeldet … war so ziemlich ein ganzer Bürotag!  Entsorgung ist unbeliebt, dabei werden immer wieder Menschen umziehen, nicht zuletzt deshalb, weil sie dorthin müssen wo die Brötchen wachsen … damit sie auch ordentlich fiskalisch abgezockt werden können. Wovon sonst können Politiker sich ernähren?

6, 99 Euro kostet ein Restmüllsack mit 70 Litern, und dabei verschwinden darin ganz viele Erinnerungen, die man sich in Aufbewahrung nicht leisten kann, weil Wohnraum immer kostbarer wird. Wer ein Leben lang berufsjugendlich sein will und bis ins hohe Alter in Studentenbuden wohnt, sich vor der Verantwortung einer Familie scheut, kann lustig Theorien entwickeln, die vielleicht im Ansatz Nachhaltigkeit versprechen, aber leider in der Ausführung voll von Flüchtigkeitsfehlern stecken. Herr Trittin, Sie und Ihre Partei bekommen von mir ein glattes ‚Ungenügend‘ attestiert!

Aber wir Bürger sind halt doch nicht so bescheuert, wie Politiker oftmals vermuten bzw. sich erhoffen, wir erfinden den Tausch- und Naturalienhandel neu und fallen auf plumpe Theorien nicht herein. 🙂

Mit guten Freunden haben wir am Wochenende geräumt und anschließend ein handfestes Spätzle-Essen* genossen – selbstgeschabt – versteht sich … 😉

Kässpätzle01

… in der guten alten Pinzgauer Eisenpfanne mit ’schlumpsigem‘, schwäbischen Kartoffelsalat – ein leckeres, handfestes Essen, bei dem ziemlich wenig Mehrwertsteuer zu bezahlen war … 😉

Also wenn man sich schon sozialwissenschaftlich auf die große Bühne wagt, @ Herr Trittin, dann bitte richtig und nicht nur ‚halbgar‘ – denn sonst schmeckt selbst der Kartoffelsalat nicht mehr …

*das war übrigens das letzte ‚große‘ Spätzle-Essen in der schwäbischen Landeshauptstadt – das nächste, demnächst in Berlin – selbstgeschabt? Selbstverständlich!  … 😉 🙂

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Kässpätzle

06/02/2009 § Hinterlasse einen Kommentar

 

   spatzle-collage

Vom Raclette-Essen waren noch 3 Scheiben Käse und 5 kleine Kartoffeln übrig geblieben. Also sprach nichts dagegen, daraus eine meiner Leibspeisen zu fabrizieren. Da immer noch Teilzeit-Single, stellte ich also einen Spätzleteig von einem Ei her. Das Rezept ist bei uns jederzeit verfügbar, prangt es doch in großer Schrift an der Küchenwand

spatzle-copyright

Immerhin sind soviel Spätzle entstanden, daß ich einen Teil noch einfrieren konnte. Kommt demnächst in die Suppe. Aus den übrigen Pellkartoffeln stellte ich einen schwäbischen Kartoffelsalat her, auf die Schlangengurke mußte er dieses Mal, aus Mangel aber verzichten.

In einer Pfanne wurde etwas Schlagsahne mit Stärke gebunden und der klein geschnittene Käse untergerührt. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und solange rühren, bis sich der Käse aufgelöst hat. Dann die Spätzle darin schwenken. Heiß mit geschmälzten Zwiebeln, zusammen mit Kartoffelsalat und gemischtem Salat anrichten.

Das war der Festtag meiner Single-Woche 🙂

kasspatzle

  

 

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