Eigentlich war ich – mal wieder – auf der Suche nach dem ultimativen Gulaschssuppen-Rezept aus dem Pinzgau. Vor vielen Jahren aß ich dort auf einer Ski-Hütte ‘die Gulaschssuppe meines Lebens’ . Dann fiel mir ein, daß ich meiner britischen Schwägerin vor Jahren eine Gulaschsuppen – Rezept -Kollektion, aus den Pinzgauer- und Altbayrischen Kochbüchern, meiner Mutter zusendete. Denn kaum zu glauben, aber es gibt in Asien durchaus Stätten, an denen man Semmelknödel mit Gulasch bekommt und zwar in bester Komposition! Die kochen halt auch bei 30° C ‘Heimwehküche’
Berlin, grau und trist, kalt und eisig – da kann man sich schon mal auf eine Almhütte beamen, wenn auch nur per Kochtopf. Da sich der Einkauf von Qualitätsfleisch, für meine Ansprüche immer noch sehr schwierig gestaltet in dieser Stadt, hatte ich genau das Schweinefleisch vergessen, welches in eine Pinzgauer Gulaschsuppe gehört.
Es gab also eine Gulyássuppe etwas abgewandelt nach einem klassischen Wiener Rezept:
500g Rindfleisch (Vorderes, Wadschinken), 60g Schweinefett, 250g Zwiebeln, 20g Rosenpaprika, Salz, Majoran, 1 Messerspitze Kümmel, 1 Knoblauchzehe, 10g Mehl, 2-3 kleine Kartoffeln, ca. 1,5l Rindssuppe oder Wasser.
Ich fügte noch hinzu: 1 klein gewürfelte Karotte, etwas kleingewürfelte Knollensellerie, Rahm und Cayenne-Pfeffer.
Die feingeschnittenen Zwiebeln in heißem Fett goldbraun rösten, paprizieren (so sagen die Wiener dazu, daß sie den Paprika hinzufügen), mit etwas Suppe ablöschen und einkochen. Dann das würfelig geschnittene Rindfleisch beigeben, mit Salz, zerdrückter Knoblauchzehe, majoran, Kümmel würzen, das Fleisch darin weich dünsten (zugedeckt, unter öfterem Umrühren). Bevor das Fleisch gan z weich ist, den Fond einkochen, bis das Fett klar erscheint, dann leicht mit Mehl stauben, mit Rindsuppe oder Wasser zu der benötigten menge aufgießen, die würfelig geschnittenen rohen Kartoffeln beigeben und fertigkochen. Heiß servieren! Mit Brot!
Bei mir gab es ‘Krautsalat mit Speckgrammeln’ dazu
Weißkohl fein nudelig schneiden, den Speck (besten Chiemgauer
) fein würfeln in der Pfanne knusprig ausbraten, über den Kohl geben, den Bratensatz mit etwas Essig ablöschen und mit Salz zum Kohl geben. Zum Schluss etwas gemahlenen Kümmel und ein neutrales Öl (hier Distelöl) hinzugeben. Die bayrischen Starköche brühen den Kohl ab, d.h. sie lassen ihn 10 bis 20 Minuten im überbrühten Wasser liegen. Ich mag den Salat lieber knackig und man muß ja nicht auch noch ein paar Vitamine töten – nicht um diese Jahreszeit!
Natürlich habe ich die Suppe schon gestern fabriziert, weil sie aufgewärmt einfach viel besser schmeckt! Und so war’s richtig, als wir von unserem eisigen Sonntagsspaziergang wieder zuhause eintrafen, war DAS genau das Highlight!
PS: Viele Grüsse nach Wien, es ist noch etwas übrig geblieben und schon im Freezer ….








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