Von Nebel in den Nebel

… mit Stopover in Berlin. Das Wetter meint es nicht unbedingt gut mit mir in der letzten Zeit. Vor ein paar Tagen noch war ich in Nebel auf Amrum (so heißt ein Dorf dort)  An der Nordsee war ich ja eingestellt auf schlechtes Wetter, am Bodensee offensichtlich nicht  so ganz – obwohl das um dieses Jahreszeit auch ganz normal ist. Aber wir hatten an diesem Wochenende wirklich punktgenau getroffen … :-(

Am Freitagmorgen landeten wir aus dem Sonnenschein direkt im Bodenseenebel in Friedrichshafen, überquerten den See mit dem Katamaran, ohne überhaupt irgendwo das Ufer zu erkennen, verbrachten bis heute die Zeit im Nebel am schönen See, um bei sternenklarem Himmel gen Abend von dort wieder abzuheben. Ich schätze mal: Morgen scheint die Sonne am Bodensee ;-)

Wir nahmen es gelassen … schließlich erwartete uns ein schönes Fest, dies war so gelungen daß wir den Nebel bis auf An- und Rückreise nicht mehr bemerkten. Die Anreise verschönte ich mir mit einer echten ‘Konstanzer Roten’  :-)

Es ist gefühlte 100 Jahre her, daß ich diese köstliche Grillwurst vertilgte … und nachdem ich mit der Berliner Currywurst nicht so wirklich klarkomme, war es mal wieder ein Hochgenuß, badisches Streetfood zu genießen.

Heute nun Rückreise, der Nebel war nicht wirklich einladend, sodaß wir – wie insgeheim vorgestellt – noch eine schöne Wanderung am See hätten genießen können. Also entschieden wir uns, nach dem Besuch des sehr sehenswerten Zeppelin-Museum in Friedrichshafen, für ein vorzeitiges Eintreffen am Flughafen. Dort gibt es eine schöne kleine Gaststätte mit Bar, zwar mit Selbstbedienung. Da aber nicht viel los war, bekamen wir unsere Kässpätzle und Maultaschen doch an den Tisch serviert. Und während wir schlotternde Gran-Canaria-Passagiere auf dem Rollfeld beobachteten, schmausten wir schwäbische Spezialitäten.

Schön angerichtet und auch schmackhaft. Am kleinen Airport Friedrichshafen, der eine große Geschichte hat durch den Zeppelin, kann man also durchaus gediegen einkehren und sich angenehm die Zeit vertreiben … auch bei Nebel ;-)

Matjes statt Gans

Matjes Dreierlei

Eigentlich wollten wir Gans essen gehen, schließlich ist Martinstag. Nachdem wir den Amrumer Kindern mit ihren Laternen gefolgt waren, entschieden wir uns doch noch ein letztes Mal (in diesem Jahr), für authentisch gute Insel-Gastronomie.

Matjes ‘Dreierlei’ – nach Hausfrauenart, mit Preiselbeer-Meerrettich und süßem Kompott von roter Zwiebel war einfach traumhaft, genauso wie die Exkursionen auf benachbarte Teller, auf denen ich Labskaus und Grünkohl mit karamelisierten Kartoffeln angetroffen habe.

Zufällig konnte ich nun doch noch einen echten ‘Panscho‘ auf Amrum entdecken, eine ganze Wand im Restaurant, mir direkt gegenüber, war von ihm bemalt.

Der heutige Abend war ein schönes Abschiedshighlight, ab morgen wieder aus Berlin …

Eiergrog & Krabbenbrot

Krabbenbrot

Spaziergang am Watt bei Ebbe, danach einen Eiergrog im Friesencafé in Nebel auf Amrum und am Abend Krabbenbrot mit ‘Induktions-Spiegelei’ …  braucht der Mensch mehr? ;-)

Es ist immer noch schön hier im November! :-)

Bratkartoffeln

Amrum Nov2009

Meine ersten ‘Induktions-Bratkartoffeln! :-)

Unter Aufsicht einer lieben Freundin habe ich heute, mitten in der Nordsee meine ersten Bratkartoffeln auf einem Induktionsherd fabriziert!* Whow ist das spannend! Bei der vorangegangenen Übung: ‘Frühstücksei’, dampfte und zischte es ganz ordentlich und innerhalb von Sekunden war die Küche ein Dampflokal ;-)

Es geht mir gut, mit Amrumer Sauerfleisch und Bratkartoffeln und dem Rosinenbrötchen zum Frühstücksei, welches ich soviele Jahre in Süddeutschland vermissen mußte. :-)

*Na gut, beim Schwenken und Schütteln der Bratkartoffeln bin ich noch nicht wirklich fit, aber das übe ich dann lieber zuhause in der heimischen Küche und auch nur dann, wenn ich alleine bin ;-)

Matjestatar

Ich würde immer nur ans Essen denken, sagen Freunde, Bekannte und Familienangehörige – nun ja, so unrecht haben sie vielleicht nicht! ;-) Aber so schlimm kann es ja nicht sein, wenn meine Frau Mama mir einen Flugzeugpijama in Größe S mitbringen will. Mal schaun, ob ich da hineinpasse? Natürlich habe ich mir aus Ribbeck einen geadelten Birnenessig mitgebracht, steht in Konsequenz zu meiner Essig-Sammlung, die langsam die Küchenschränke sprengt.

Und da ich gestern mal wieder in dem genialen Supermarkt war, neben dem Autohaus welches meinem Mini-Maybach die Winterstiefel verpasste,  konnte ich die superleckeren Matjesfilets  dort einfach nicht liegen lassen. Und so gab es heute zum Abschied und zur Einstimmung auf die raue Nordsee Matjestatar.

Matjestatar

Matjes, Spreewälder Knoblauchgurke, Zwiebeln und ein hartgekochtes Ei fein würfeln, mit Dill, Kapern, Salz und Pfeffer würzen und mit Birnenessig und einer Mischung aus Raps- und Leinöl binden. Ein bißchen im Kühlschrank ziehen lassen und wenn das Ehegespenst spät nachhause kommt auf Butterbrote packen und genießen! :-)

Ich hatte noch ein paar gekochte Kartoffeln übrig, die aufgrund meiner Abwesenheit auch noch verwertet werden mußten. Also habe ich sie zu Bratkartoffeln verarbeitet und mit etwas Matjestatar dazugegeben. Geschmacklich war das ein Gedicht und irgendwann gibt’s mal Rösti mit Matjestatar, das steht fest.

Matjestatar-2

Nächste Seite »